Meine LebensWirkstatt

Die Lebensaufgaben ganzheitlich gestalten.

Der Mensch ist eine unteilbare Ganzheit. Dieser Grundgedanke der Individualpsychologie prägt mein Verständnis vom Leben – und meine LebensWirkstatt.

Alfred Adler beschreibt die ausgewogene Erfüllung der drei Lebensaufgaben Arbeit, Gemeinschaft und Liebe/Familie/Partnerschaft als Voraussetzung für seelische Gesundheit. In der Weiterentwicklung durch Rudolf Dreikurs richtet sich der Blick zusätzlich auf den Umgang mit sich selbst und die spirituelle beziehungsweise existenzielle Dimension: auf Sinn, Verbundenheit und unseren Platz im Leben.

Für mich bedeutet Ganzheitlichkeit, diese Lebensaufgaben in ihrem Zusammenhang wahrzunehmen und mein Leben entsprechend zu gestalten. Meine berufliche Tätigkeit, meine Beziehungen, meine Interessen, mein Umgang mit mir selbst und mein Bedürfnis nach Besinnung gehören zusammen. Ich bin derselbe Mensch, wenn ich berate, schreibe, musiziere, lese oder mich zurückziehe.

Meine LebensWirkstatt gibt dieser Haltung einen konkreten Ort. Schreibtisch, Bücher, Klavier und Sessel stehen nahe beieinander. Hier entstehen Texte und Ideen, hier finden Beratungs- und Potenzialanalyse-Gespräche statt, hier spiele ich Musik und nehme mir Zeit für Ruhe. Dieser Raum ist in mein Leben und meine Beziehungen eingebettet. Er unterstützt mich darin, die Lebensaufgaben ganzheitlich zu gestalten.

Diese Lebensgestaltung tut mir gut und hat sich für mich über viele Jahre bewährt. Ich erlebe, dass konzentriertes Arbeiten und Rückzug darin ihren Platz finden. Ich kann mich einer Aufgabe widmen und sie auch ruhen lassen.

Umgekehrt empfinde ich es nicht als Verletzung meiner Freizeit, wenn ich am Abend, am Wochenende, an Feiertagen oder im Urlaub einem Gedanken nachgehe oder an einem Text arbeite. Ich habe dabei nicht das Gefühl, meine Erholung zu unterbrechen oder aus einem Freizeitmodus herauszufallen. Im Gegenteil: Mich mit etwas zu beschäftigen, das mich interessiert und mir Freude macht, kann für mich selbst erholsam und bereichernd sein.

Arbeit ist ein Teil meines Lebens. Ebenso gehören Gemeinschaft und Liebe/Familie/Partnerschaft, die Beziehung zu mir selbst und die Auseinandersetzung mit Sinnfragen dazu. Ihnen allen ausgewogen Raum zu geben, ist für mich eine fortwährende Aufgabe.

Deshalb spreche ich für mich lieber von ganzheitlicher Lebensgestaltung als von Work-Life-Balance. Ich verstehe Arbeit und Leben nicht als getrennte Bereiche, die gegeneinander ausbalanciert werden müssen. Mein individualpsychologischer Blick richtet sich auf die ausgewogene Erfüllung der Lebensaufgaben in ihrem Zusammenhang.

Der Mensch ist eine unteilbare Ganzheit.
In meiner LebensWirkstatt gebe ich diesem Grundgedanken Raum – und lebe ihn in meinem Alltag.

Am Schreibtisch

Am Schreibtisch verbringe ich einen großen Teil meiner Zeit. Hier schreibe ich, arbeite an Manuskripten und gehe Fragen nach, die mich beschäftigen.

Unterlagen, Bücher und Notizen liegen griffbereit. Sie gehören zu meiner Arbeit: Ein Gedanke führt zum nächsten, manches braucht mehrere Anläufe, anderes wird erst im Schreiben klar.

Meine LebensWirkstatt gibt diesem Prozess Raum.

Im Gespräch

In meiner LebensWirkstatt finden auch Beratungsgespräche statt. Die Atmosphäre dieses Raumes ist mir dabei wichtig: Ich möchte, dass Menschen sich willkommen fühlen und in Ruhe über das sprechen können, was sie bewegt.

Die Sessel, das warme Licht und die persönlichen Dinge im Raum gehören dazu. Hier begegnen wir einander mit unseren Erfahrungen, Fragen und Hoffnungen.

Im Mittelpunkt stehen meine Klienten mit ihren Anliegen, ihren Potenzialen und ihren Entwicklungsmöglichkeiten. In Beratungs- oder Potenzialanalyse-Gesprächen arbeiten wir gezielt daran, ihre Stärken und Fähigkeiten sichtbar zu machen, hinderliche Denk- und Handlungsmuster zu erkennen und konkrete Schritte für ihre persönliche und/oder berufliche Entwicklung zu erarbeiten.

Am Klavier

Gleich neben meinem Schreibtisch steht das Klavier. Musik gehört zu meinem Leben, und in meiner LebensWirkstatt hat sie ihren festen Platz.

Wenn ich spiele, richtet sich meine Aufmerksamkeit auf den Klang, den Rhythmus und das Zusammenspiel meiner Hände. Eine Passage verlangt Geduld und Wiederholung, eine andere gelingt und macht Freude.

So nah beieinander liegen hier das Arbeiten mit Worten und das Musizieren.

Beim Lesen

Mit einem Buch im Sessel nehme ich mir Zeit, Gedanken anderer Menschen kennenzulernen und meinen eigenen Fragen nachzugehen.

Manchmal bleibe ich an einem Satz hängen, lese ihn noch einmal oder lege das Buch beiseite. Was hat das mit meinen çErfahrungen zu tun? Wo stimme ich zu, wo denke ich anders?

Auch dafür ist meine LebensWirkstatt da: für die Begegnung mit Gedanken, die mich anregen und begleiten.

In Ruhe und Besinnung

Manchmal sitze ich einfach da. Das Buch liegt auf meinem Schoß, mein Blick geht durch den Raum, und ich lasse meinen Gedanken Zeit.

Nicht jede Frage braucht sofort eine Antwort. Manches muss sich erst setzen, manches bleibt offen. Diese Momente gehören ebenso zu meinem Alltag wie das Schreiben, Lesen und Musizieren.

In meiner LebensWirkstatt ist auch Platz für Ruhe – ohne dass daraus etwas entstehen muss.

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