Über mich

Seit 1985 begleite ich Menschen in beruflichen und persönlichen Fragen. Individualpsychologie ist dabei das Fundament meiner Arbeit – aber wie ich Menschen sehe und Zusammenhänge verstehe, ist aus sehr viel mehr entstanden.

Aus einem langen Berufsleben. Aus Alfred Adlers Menschenbild und Frederic Vesters vernetztem Denken. Aus Führung und Unternehmertum. Aus Begegnungen mit Menschen. Aus Musik, Natur und der Erfahrung des eigenen Lebens.

Diese Seite erzählt deshalb nicht nur, was ich beruflich gemacht habe. Sie erzählt auch, was mich geprägt hat, wie ich denke und warum ich heute so arbeite, wie ich arbeite.

Mein Ziel ist dabei über all die Jahre dasselbe geblieben: Menschen zu ermutigen, sich selbst zu vertrauen und selbstbestimmt zu leben.


Mein Steckbrief

  • Jahrgang; 1949 – und noch lange nicht fertig
  • Beruf: Individualpsychologischer Berater & Supervisor (DGIP), aus Leidenschaft und mit nichts anderem
  • Wohnhaft: Winhöring, Oberbayern
  • Wurzeln: München – „ein gebürtiger Münchner bleibt immer ein Münchner“
  • Zweite Heimat: Südtirol, seit meiner Jugend – beruflich seit über 30 Jahren
  • Familie: verheiratet, Vater zweier Töchter, Opa von zwei Enkelkindern
  • An meiner Seite: Gretl, unsere Parson-Jack-Russel Hündin
  • Unterwegs auf Reisen: am liebsten mit dem Malibu (Wohnmobil)
  • Fährt: Tesla Model Y Long Range AWD, seit Januar 2026
  • Meine Stimme: Bass in der Kirchenmusik – Chor, früher auch Solo
  • Lerne gerade: Klavier – ein Traum, den ich mir jetzt erfülle
  • Bühne meiner Wahl: die Oper
  • Denke in: Zusammenhängen statt Fragmenten
  • Kann ich nicht: warten. Ungeduldig – und überzeugt: Ungeduld ist die Voraussetzung für erfolgreiche Unternehmer.
  • Was mich antreibt: dass Menschen sich selbst wieder vertrauen und selbstbestimmt leben
  • Zu finden auf: YouTube, Instagram, LinkedIn, Facebook, Podcast

Mein Weg

  • Diplom-Verwaltungswirt (FH), Fachrichtungen öffentliches und privates Recht und Versicherungsrecht
  • 18 Jahre in leitenden Funktionen in der Versicherungswirtschaft, zuletzt als Leiter Organisations- und Personalentwicklung
  • ehemals Lehrbeauftragter an der Bayerischen Verwaltungs-Fachhochschule
  • Seit 1985 freiberuflicher Unternehmensberater, Coach und Individualpsychologischer Berater
  • 5 Jahre Intensive Ausbildung in Individualpsychologie bei namhaften Lehrtherapeuten (1985–1990), vom Alfred-Adler-Institut geprüfter Individualpsychologischer Berater und Supervisor (DGIP)
  • Viele Jahre Geschäftsführender Gesellschafter des eigenen Beratungsunternehmens mit mehreren Mitarbeitenden
  • Beiratsfunktionen in Unternehmen
  • Seit 1997 Veranstalter der „Südtiroler Bewusstseinstage“ für Führungskräfte, Unternehmer, Privatpersonen
  • langjährige Dozententätigkeit am Alfred-Adler-Institut München e.V.

Meine Haltung

Ich arbeite ohne Methoden und Techniken, weil ich davon überzeugt bin, dass der Mensch keine Methode braucht, sondern eine Beziehung. Denn der Mensch passt in keine Schablone. Weder in der Erziehung, noch in der Führung, noch in Beziehungen.

Es geht mir deshalb um mitfühlen, hören, sehen und verstehen wollen. 

Meine Beratung ist direktiv, ehrlich, sprachlich klar und frei von pädagogischen Umwegen.
Ich glaube nicht an schnelle Tipps, sondern an das Verstehen der tieferen Zusammenhänge und von Bewusstsein.

Die Individualpsychologie nach Alfred Adler ist dabei mein Fundament:

  • Sie rückt den Menschen in den Mittelpunkt seiner Welt
  • Sie versucht, die „Private Logik“ des Menschen zu verstehen
  • Sie betrachtet Verhalten nicht als Problem, sondern als Ausdruck

Meine Leidenschaft für Biokybernetik & Umweltschutz

Keschtnweg (Kastanienweg), Eisacktal
zwischen Feldthurns und Säben
Blick auf die Dolomiten-Gruppe Rosengarten
„Wenn man davor steht, wird man demütig.

Schon als junger Mann hat mich eine Frage nie losgelassen: Wie hängt eigentlich alles mit allem zusammen? Eine Antwort fand ich in der Biokybernetik und im vernetzten Denken von Prof. Dr. Frederic Vester.

Seit 1982, als ich in einer Versicherungsgesellschaft für Organisationsentwicklung zuständig war, beschäftige ich mich intensiv mit seinen Erkenntnissen. Besonders geprägt hat mich sein Ansatz, komplexe Probleme nicht eindimensional und monokausal zu betrachten, sondern die Wechselwirkungen eines Systems in Entscheidungen einzubeziehen. Genau dieses Denken habe ich seitdem immer wieder bei strategischen Entscheidungen in Unternehmen angewandt – nicht immer zur Freude der Beteiligten, denn Vernetzung macht die tatsächliche Komplexität sichtbar und nimmt uns die beruhigende Illusion einfacher Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge.

Zwei von Vesters acht Grundregeln der Biokybernetik wurden für meine Arbeit besonders wichtig: Die Funktion eines Systems muss unabhängig vom quantitativen Wachstum sein, und ein System muss funktionsorientiert statt produktorientiert arbeiten. Für Unternehmen heißt das: nicht nur zu fragen, wie wir von dem, was wir heute tun, immer noch mehr machen können, sondern welche Funktion wir eigentlich erfüllen und welche Lösungen Menschen künftig brauchen. Vester machte das schon damals an der Automobilindustrie deutlich: Nicht das Auto ist die eigentliche Funktion, sondern die Lösung von Verkehrs- und Mobilitätsbedürfnissen.

Diese Gedanken flossen später auch in meine Arbeit mit fraktalen Organisationsstrukturen ein: weitgehend selbstorganisierende Einheiten statt ausschließlich hierarchischer Steuerung von oben. Solche Organisationsformen habe ich in mehreren Unternehmen eingeführt und darüber bereits in den 1990er-Jahren im Springer-Handbuch „Neue Organisationsformen im Unternehmen“ von Hans-Jörg Bullinger und Hans Jürgen Warnecke geschrieben.

Eine besondere Nähe sehe ich zur Individualpsychologie Alfred Adlers. Adler verstand den Menschen als unteilbare Ganzheit, als „Körper-Seele-Geist-Wesen“. Körperliches, seelisches und geistiges Geschehen können nicht isoliert voneinander verstanden werden. Ebenso wenig lässt sich ein Mensch mit seinem Verhalten, seinen Konflikten oder Krisen losgelöst von seinen Beziehungen und seinem Lebenszusammenhang verstehen.

Ein kybernetisches Gesetz Vesters beschäftigt mich dabei bis heute: das „Gesetz vom Ausscheiden störender Teilsysteme“. Teilsysteme, die wesentliche Grundregeln verletzen und das Gesamtsystem gefährden, scheiden letztlich selbst aus dem Lebensprozess aus. Für mich hat sich dieser Gedanke über die Jahrzehnte in einem einfachen Satz verdichtet:

Supersysteme entledigen sich störender Subsysteme.

Und damit sind wir beim Umweltschutz. Wir Menschen sind Teil des Supersystems Natur – nicht seine Herrscher. Wenn wir unsere eigenen Lebensgrundlagen zerstören, gefährden wir nicht die Existenz der Natur, sondern unsere eigene.

Politische und wirtschaftliche Regeln können wir verändern. Die Gesetzmäßigkeiten der Natur können wir nicht außer Kraft setzen.

Mir geht es deshalb vor allem um unsere Kinder und Enkelkinder: dass wir ihnen eine lebensfähige Welt hinterlassen. Und ich versuche, diese Haltung auch selbst zu leben – mit Photovoltaik, elektrischem Fahren und inzwischen einer Wärmepumpe statt Ölheizung.


Die große Oper der Individualpsychologie

Ich lade Sie zu einem ungewöhnlichen Blick auf die Individualpsychologie und auf die Südtiroler Bewusstseinstage ein:

Die Südtiroler Bewusstseinstage:
als Tetralogie – dirigiert & inszeniert von Rudolf Meindl.
Ein künstlerischer Zugang. Ein innerer Raum. Ein Impuls zur Auseinandersetzung.

Zur Inszenierung „Die große Oper der Individualpsychologie“


Ehrenamt & Engagement

Deutsche Meister Hauptgruppe S-Standard 2019
v.l.n.r: Rudolf Meindl, (ehem. Präsident LTVB), Anton Skuratov, Alona Uehlin
; Weltmeister, Europameister
  • Über 12 Jahre aktive Jugendarbeit in der katholischen Kirche, St. Sebastian München-Schwabing: vom Ministranten über Oberministrant und Pfarrjugendführer bis zum Mitglied der Kirchenverwaltung
  • 4 Jahre Vizepräsident Deutscher Tanzsportverband
  • 25 Jahre Präsidiumsmitglied, davon 13 Jahre Präsident des Landes-Tanzsportverband Bayern e.V., seit 2020 Ehrenpräsident

Meine Liebe zur Oper und klassischen Musik

Die Bayerische Staatsoper München, das Nationaltheater

Mit 16 Jahren besuchte ich zum ersten Mal die Bayerische Staatsoper in München – ein Glücksfall, dass ausgerechnet meine Heimatstadt eines der führenden Opernhäuser der Welt hat. Was als jugendliche Neugier begann, wurde zu einer lebenslangen Leidenschaft: In meiner Jugend war ich 60 bis 80 Mal im Jahr in der Oper. Bis heute besuche ich regelmäßig die Bayerische Staatsoper, oft auch die Wiener Staatsoper, und war in Meiningen, Leipzig, Berlin, Dresden, Köln und Hamburg zu Gast. Gerne besuche ich auch die Bayreuther Festspiele – sofern ich Karten bekomme.

Meine Lieblingskomponisten sind Richard Wagner und, ganz besonders, Richard Strauss, der meines Erachtens Wagner weiterentwickelt hat. Strauss ist ein Komponist, der Gefühle wie kaum ein anderer in Musik auszudrücken vermag. Zu meinen liebsten Werken zählen „Der Rosenkavalier“ und „Die Frau ohne Schatten“ sowie viele seiner Tondichtungen. Bei Wagner sind es „Die Meistersinger von Nürnberg“, „Parsifal“, „Der Ring des Nibelungen“ und „Tristan und Isolde“.

Die Verbindung der Oper zu meiner Arbeit ist enger, als man zunächst denken mag. Als ich die Südtiroler Bewusstseinstage als „Die große Oper der Individualpsychologie“ inszeniert habe, orientierte ich mich – damals eher unbewusst und intuitiv, heute sehr bewusst – an Wagners Tetralogie des „Rings“.

Und im „Rosenkavalier“ von Richard Strauss begegnen mir bis heute ständig Szenen und Sätze, die sich erstaunlich gut auf das wirkliche Leben übertragen lassen – auf das meiner Klienten ebenso wie auf mein eigenes. Manches wirkt dabei geradezu wie eine Karikatur menschlicher Verhaltensweisen: die Heuchelei und Trickserei des Ochs von Lerchenau, live und ungespielt im Alltag; sein „Kost’ sicher hier ein Martergeld!“, wenn es ans Bezahlen geht, und gleich darauf: „Er ist ein feiner Kerl, wann er mir hilft, die Rechnung runter drücken.“ Solche Szenen kommen einem aus dem wirklichen Leben erstaunlich bekannt vor.

Und dann die Marschallin: Sie weiß um die Vergänglichkeit, ahnt lange voraus, dass sie Octavian eines Tages verlieren wird, und erlebt schließlich genau diesen Augenblick. Sie hält ihn nicht fest, sondern erkennt und akzeptiert, was nicht mehr zu ändern ist: „Ist halt vorbei!“

Wer genau hinhört, begegnet im „Rosenkavalier“ beinahe dem ganzen menschlichen Leben: Liebe und Begehren, Eitelkeit und Selbsttäuschung, Vergänglichkeit und Verlust, aber auch Würde, Verzicht und die Fähigkeit loszulassen. Und natürlich einer Fülle menschlicher Schwächen, die ich im wirklichen Leben immer wieder entdecke – bei anderen ebenso wie bei mir selbst – und die mich nicht selten schmunzeln lassen.

Genau genommen hätte ich mir drei Berufe vorstellen können: Psychologe/Pädagoge oder Musiker/Künstler – Opernsänger, später vielleicht sogar Operndirigent. Meine Gesangslehrerin Wiltrud Baumgartner, bei der ich von 1979 bis 1982 Stimm- und Gesangsunterricht hatte (u. a. auch Lehrerin von Ingrid Capelle und Katharina Bihler, die 2008 gemeinsam mit Stefan Scheib den Deutschen Hörspielpreis der ARD erhielt), wollte mich 1981 ins Sängerfach holen, so überzeugt war sie von meiner Stimme. Am Ende wurde die Individualpsychologie zu meinem Beruf und der Bassist in der Kirchenmusik zu meinem Hobby – dazu drei Jahre klassische Gitarre und, im Alter, nun das Klavier. Ein Bild, das sich damit rundet.


Meine Kirchen-Musik

St. Paul, München
direkt neben der Theresienwiese
erbaut 1892-1906 im
neugotischen Baustil
Päpstliche Basilika St. Anna, Altötting
erbaut 1910-1912
größte im 20. Jahrhundert erbaute Kirche im Neubarock in Deutschland
Große Marienorgel der Basilika St. Anna, Altötting,
86 Register, 5 Manuale, eine der größten Kirchenorgeln in
Deutschland
Kirchenschiff und Hochaltar der Päpstlichen Basilika St. Anna in Altötting, 83 Meter lang, 27 Meter breit, 24 Meter hoch, Platz für bis zu 8.000 Personen

25 Jahre war ich Sänger in Münchner Kirchenchören, viele Jahre davon auch als Bass-Solist. Meine musikalischen Wurzeln liegen in St. Sebastian in München-Schwabing, wo ich ab 1966 Chormitglied war und ab 1972 meine ersten Solopartien als Bass sang. Als mein dortiger Dirigent und Freund Herbert Zehm später nach St. Paul wechselte, folgte ich ihm – und sang dort elf Jahre, unter anderem als Solist in zahlreichen Werken der klassischen Kirchenmusik von Haydn, Mozart, Beethoven, Rheinberger, Schubert, Händel und vielen anderen.

Ein besonderes musikalisches Erlebnis war für mich die Aufführung der „Cäcilienmesse“ von Charles Gounod als Bass-Solist, gemeinsam mit Musikern des Staatstheaters am Gärtnerplatz München.

Parallel dazu war ich einige Jahre Mitglied im Chor von Maria Schutz in München-Pasing unter der Leitung von Kurt Rieth, der in der Münchner Kirchenmusikszene einen ausgezeichneten Ruf genoss. Unter seiner Leitung sang ich unter anderem die „Messa di Gloria“ von Giacomo Puccini – ein anspruchsvolles, groß dimensioniertes Werk, in dem bereits vieles von dem aufscheint, was später den Opernkomponisten Puccini auszeichnet: große melodische Bögen, Dramatik und eine unmittelbar emotionale Musiksprache. Manche Passagen begleiten mich bis heute wie ein Ohrwurm – typisch Puccini eben.

Dann wurde es musikalisch still. Beruf und andere Aufgaben rückten in den Vordergrund, und es folgte eine 35-jährige Pause.

Seit 2026 bin ich wieder in der Kirchenmusik aktiv – im Kapellchor der Wallfahrt Altötting, dessen musikalische Tradition urkundlich bis ins Jahr 1490 zurückreicht. Gemeinsam mit dem Kapellorchester gestaltet der Chor regelmäßig Orchestermessen in der Basilika St. Anna und in der Stiftspfarrkirche. Seit Juli 2020 leitet Stiftskapellmeister Stephan Thinnes Chor und Orchester.

Fast gleichzeitig habe ich mir mit dem Klavierunterricht bei der Pianistin Brigitte von Velasco in München einen lange gehegten Traum erfüllt.

Beides zusammen schließt für mich einen Kreis: die Rückkehr zu dem, was mich seit meinen frühen Jahren musikalisch am tiefsten bewegt und begeistert.

„Wer singt, betet doppelt.“
– zugeschrieben dem Hl. Augustinus


Wie ich arbeite

In meiner Beratung begegne ich Menschen mit Respekt, Klarheit, Interesse und Sensitivität.

Ich höre zu, schaue genau und fühle mit. Ich spiegle, konfrontiere und ermutige. Dabei bringe ich meine gesamte Lebenserfahrung ein – nicht als Rezept, sondern als Resonanzraum für Ihre Themen.

Meine Spezialität: Sprach-, Stimm- und Augendiagnostik.

Bei mir gibt es keine Patentrezepte oder fertige Lösungen, sondern eine intensive Lösungssuche gemeinsam mit den Menschen, die ich begleite.


Wenn Sie mehr erfahren möchten oder Fragen haben, freue ich mich auf Ihre Nachricht.

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